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Die amüsanten & lustigen Geschichten.

Ja, es gibt sie, Sachen die einem passiert sind und die man mit Gewissheit nicht vergisst. Mag es an der Peinlichkeit liegen, die man dabei empfunden hat, oder an dem, dass man selbst gerade die größte "Scheiße" an den Tag gelegt hat. Sicherlich sind auch noch amüsante Geschichten darunter, wo man "lediglich oder Gott sei Dank" als Zuschauer zugegen war.

Die Geschichten im einzelnen:

 Die Geschichte vom Hummerblut  Das Blutgerinnsel
 Der Aal der nicht mehr raus wollte  Das gewaschene Salz
 Das Rinderfilet unter der Schürze  Die Erbse in der Nase
 Der abgetrennte Hirschkopf  Das Trockeneis im Aufzug
 Die Aale in der Geschirrspüle  Die Kakerlake im Kaffee

 

Die Geschichte vom Hummerblut

Wenn ich so zurück an meine Lehrzeit denke, dann fällt mir spontan die Geschichte ein, die wahrscheinlich jedem neuen Lehrling passiert, man wird in den April geschickt, und die Tatsache das es gerade August oder September ist, ändert nichts daran.

So passierte mir folgendes, dass der älteste Lehrling mich in den 3 km entfernten Gasthof schickte um 1 Liter Hummerblut zu holen. Nichtsahnend und mit der größten Hilfsbereitschaft und froh über jeden erhaltenen "Auftrag" setzte ich mich auf mein Fahrrad und radelte los. Sie können sich natürlich denken, dass der Lehrling dort anrief und seine Kollegen in Kenntnis setzte. Man erwartete mich schon und übergab mir eine Flasche mit rötlichen Inhalt, die wie sich später herausstellte, Tomatensaft enthielt. Wieder zurück gekommen erhielt ich erst mal einen Anschiss, warum ich mir soviel Zeit gelassen hätte und zur Krönung tranken die restlichen Köche vor meinen Augen die Flasche leer. Spätestens an dieser Stelle kam mir die Erkenntnis, dass hier etwas nicht stimmen konnte.

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Der Aal der nicht mehr raus wollte

Wir bekamen in meinen Lehrbetrieb jeden Dienstag frische Aale. Die zu schlachten und auszunehmen, war die reinste Tortur. Nicht nur das diese Tiere über eine äußerst schmierige Schutzhaut verfügen, sie sind zudem auch noch ganz schön kräftig. So passierte es mir das gerade in dem Augenblick, wo ich das Messer ansetzte um der lebenden Kreatur ein Ende zu bereiten, der Aal aus meiner Hand entwich und sich an meinen Arm entlang in Richtung Schulter schlängelte. Mit einem Aufschrei der alle Köche und meinen Lehrchef aufblicken ließ, muss ich ein lustiges Bild ergeben haben. Ich versuchte den Aal am Schwanz zu packen, was mir jedoch misslang - die Schleimschicht Sie wissen schon. Danach wusste ich nur noch einen Ausweg, mit leichten Verrenkungen riss ich mir die Kochjacke vom Leib und der Aal fiel auf den Boden. Das Gelächter der anderen Köche und Lehrlinge war groß. 

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Das gewaschene Salz

In der Schiffergesellschaft hatten wir einen Lehrling, den wir den Professor nannten. Mit Sicherheit trug neben seiner Intelligenz seine Nickelbrille dazu bei. Nun meinte unser Küchenchef Herr Steffen er sollte doch den Eimer mit dem verunreinigten Salz waschen, was der Professor auch gleich in die Tat umsetzte. Er schüttete den Eimer mit dem Salz in das große Spülbecken und ließ das Wasser laufen. Nachdem er ein paar Mal gerührt hatte und ! mit dem Sieb den Dreck rausholte, meinte er Wort wörtlich zu Herrn Steffen: Das Salz ist weg was soll ich tun. Auf soviel Schlauheit konnte dieser nur noch mit dem Satz kontern: Solange rühren bis es wiederkommt.

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Die Aale in der Geschirrspüle

Auch diese Geschichte passierte in der Schiffergesellschaft. An den Namen des Lehrlings kann ich mich nicht mehr erinnern, jedoch an dem Geschehen. Ausgangspunkt waren frisch abgezogene Aale, die jedoch noch ein wenig verschmiert waren, von den Innereien und so weiter. Der Lehrling fragte seinen Postenchef, den Fischkoch, wie er diese nun waschen sollte. Dieser entgegnete darauf, alle Aale mit einer Schnur an eine Stange hängen und diese in die Geschirrspüle halten und solange mit klarem Wasser waschen lassen, bis auch das letzte Fleckchen weg ist. Der Lehrling hat dies tatsächlich gemacht, worauf sich der Fischkoch einen lautstarken Anschiss vom Küchenchef einhandelte. Das Grinsen bei den anderen Köchen war dementsprechend groß.

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Der abgetrennte Hirschkopf

In der Schlachterei der Schiffergesellschaft bekamen wir in der Wildsaison regelmäßig ganze Hirsche, Wildschweine und Rehe. Die ganzen Lehrlinge durften und mussten, egal auf welchen Posten sie gerade eingeteilt waren, diesen Ereignis beiwohnen. Ich schnappte mir einen gerade abgetrennten Hirschkopf und stülpte ihn vorsichtig auf meinen Kopf, wo ich ein Handtuch drüber hatte und rannte mit dementsprechenden Grunzlauten ;-) durch die Küche, worauf sich alle weiblichen Köchinnen und Lehrlinge so derart erschreckten, dass ein lautes Gekreische und Geschreie in der Küche war. Für diese Tat, handelte ich mir einen Anschiss vom Küchenchef ein, allerdings mit einen zwinkernden Auge.

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Das Blutgerinnsel

Ich gebe zu, dies ist ekelhaft, und wahrscheinlich denken Sie jetzt, Du meine Güte.....wenn Köche einmal etwas mehr Zeit haben, können sie echt kindisch sein. Nun denn. Wahrscheinlich haben Sie recht.

Es war vor vielen Jahren in einer großen Hotelküche in Lübeck. Ich war in der kalten Küche eingeteilt und die Hotelfachfrauen, schöne junge Mädchen / Frauen hielten sich gerade in der Spülküche zum Polieren der Warmhalteplatten auf. Klar das sich auch die Köche dort einfanden um ein wenig zu kokettieren. Just in diesem Moment entbeinte unser Küchenmetzger eine Kalbskeule. Ich schnappte mir das Blutgerinnsel, welches immer in der Kniekehle ;-) zu finden ist und legte es mir in die Hand. Arglos schlenderte auch ich zu den Hotelfachfrauen und schaute unbeteiligt dem Treiben zu. Nun begann ich zu Husten und hustete immer stärker, so als wenn ich einen Hustenanfall hätte. Dabei hielt ich mir die Hand mit dem Blutgerinnsel vor dem Mund und gerade in dem Augenblick wo ich mir schier die Lunge am raushusten war, schleuderte ich das Blutgerinnsel auf den Tisch, wo all die Warmhalteplatten lagen. Ein Aufschrei als alle, Köche wie die Lehrlinge aus dem Service, dieses auf dem Tisch liegen sahen. Ein Auseinanderstoben, ekelhaftes Entsetzen, erschrecktes Aufschreien..... alle dachten ich hätte mir sonst was rausgehustet. Jedoch... danach waren alle so am lachen, daß sich nicht nur die anderen Postenchefs dort einfanden, auch der Küchenchef. 

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Die Erbse in der Nase

Nicht das Sie glauben, ich hätte all die Geschichten gemacht. Zu meinen Glück gab es noch andere, die sich auch viel haben einfallen lassen.

Ein Koch vom Entremetier, dem Beilagen Posten in der Küche, wollte den Küchenchef kurz vor seinem Erscheinen zum Frühstück auf besondere Art begrüßen. Also stopfte er sich eine rohe Erbse in das eine Nasenloch wollte diese dann mittels Nasendruckluft ( sie wissen was ich meine ) rauspusten. Er hatte es vorher schon fleißig geübt. Nun kam unser Küchenchef und machte seinen morgendlichen Rundgang durch die Küche wo er sich mit allen Postenchefs über die kommenden Aufgaben des Tages unterhielt. In diesen Augenblick trat der Koch - mit der Erbse im Nasenloch - vor ihn und sagte: Guten Morgen Herr Steffen, gucken sie mal und während er mit der einen Hand sein freies Nasenloch zu hielt, flog die Erbse mittels eines großen Schnaubers aus seiner Nase. Das komische daran war, das unmittelbar nach der Erbse eine richtig große grün-gelbe Schnotterfahne folgte. Über soviel Unsinn konnte auch der Küchenchef nicht mehr lachen, jedoch alle die zugegen waren. Dem Nasen-Koch war dies mehr als peinlich. Wir haben Ihn später noch damit aufgezogen. Manche Sachen vergisst man ja nicht so schnell.

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Das Rinderfilet unter der Schürze

Vor vielen Jahren arbeitete ich als Sous-Chef in einer Freiburger Hotel & Restaurantküche. Wir hatten dort einen Engländer als Jungkoch mit dem ich mich sehr gut verstand. Das besondere an ihm war, dass er keinerlei Skrupel vor Peinlichkeiten hatte. Alles schien gerade recht zu sein um einen Spaß daraus zu gestalten. Es gibt viele Geschichten die ich über und mit ihm erzählen kann, jedoch die schönste war, als er eines Tages zum Saucier Posten ging und sich ein Rinderfilet schnappte. Mit der einen Hand hielt er es unter seiner Schürze versteckt. Als nun just in diesem Moment die weibliche Servicekraft in die Küche kam um weiß-was-ich zu holen, rief er nach ihr und auffaltete dabei mit der anderen Hand seine Schürze. Das Gesicht von ihr hätten Sie sehen sollen. Große Augen, offener Mund... ein Huch-Schrei..... als sie auf sein vermeintliches Prachtstück sah ( Es sah fast aus als hätte der Kollege einen immensen überdimensionalen schon leicht geröteten Penis aus seiner Hose raushängen). Für einen Augenblick schien es so, als wenn sie glaubte, was sie dort sah und ich bin mir fast sicher, es lag auch ein kleiner giererfüllter Ausflug in ihren Augen. Dann, und es spielte sich innerhalb von Sekunden ab, begriff sie was sie dort sah und grinste nur Bedauerlich und schimpfte ihn ein Schwein. Unter den anderen Köchen war das Gegröle gross.

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Das Trockeneis im Aufzug

In einer großen Restaurantküche, die im Keller lag, wurden die Essen per Speisenaufzug auf die Ebene der Gasträume gebracht. Sie können sich vorstellen, dass zwischen demjenigen der in der Küche die Teller und Töpfe in den Aufzug reinstellte und demjenigen der oben diese wieder rausholte, nicht gerade das beste Verhältnis war. Immer war einer zu langsam und zu blöde dazu. Soweit diese kleine Vorgeschichte.
Nun kam es das auf dem Fischposten frischer Lachs eingetroffen war und auf seine Weiterverarbeitung im Kühlhaus wartete. Als die sauber abgetrennten Lachsköpfe so dalagen hatte der Fischkoch eine Idee. Er nahm ein Silbertablett, setzte darauf den Fischkopf, neben dran kamen auch noch zwei weitere. Hinter diesen Lachsköpfen, die mit weit aufgerissenen Maul schon komisch aussahen, kam eine Schüssel mit warmen Wasser und darein ein ordentliches Stück Trockeneis. Für diejenigen die nicht wissen was passiert, wenn Trockeneis in Verbindung mit Wasser kommt - noch besser ist warmes Wasser - sei es an dieser Stelle erklärt: Das Trockeneis verdampft und dabei entsteht schöner weißer Nebel. Dieser Effekt wird oft bei kalten Buffets angewendet. Doch zurück zur Geschichte. Dieses dampfende Tablett stellte er in den Aufzug und wartete einen Moment, damit sich der ganze Nebel so richtig schön verteilen konnte und man schon einen Augenblick warten musste, bis man realisiert hatte was sich denn nun in diesem Aufzug befand. Nun wurde der Aufzug nach oben geschickt und wir warteten unten ungeduldig auf das Resultat. Es wurde die Tür vom Aufzug aufgemacht und dann .... Sekunden später ein Aufschrei. Nun muss man aber auch wissen, das die Leute oben an der Theke und im Service nie laut sein durften, weil die Gäste ja unweit speisten. Wir Köche unten in der Küche freuten uns wie die Kinder und lachten. Allerdings nicht lange, denn der Chef, nicht der Küchenchef - nein der richtige BigBoss kam in die Küche und fragte wer sich diese Sauerei ausgedacht hat. Was waren wir anderen Köche doch froh, dass wir es nicht waren. Aber, Teamwork!!!, wir klopften dem Fischkoch noch anerkennend auf die Schulter. Im übrigen war es die einzigste Tat die der Fischkoch abgelassen hatte, der Anschiss vom BigBoss hatte seine Wirkung nicht verfehlt.

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Die Kakerlake im Kaffee

In vielen, nicht allen, Küchen gibt es Kakerlaken. Dabei ist es völlig unerheblich ob diese in einem Altbau oder Neubau untergebracht ist. Der schlimmste Fall, also ich meine jetzt die schlimmste persönlichste Konfrontation mit dieser Spezies passierte einem ehemaligen Küchenchef von mir. Wir beide standen vor Arbeitsantritt an der Kaffeemaschine und unterhielten uns noch kurz über die kommenden Arbeiten. Er hielt wie immer "seine" Tasse mit Kaffee in der Hand, als just in diesem Moment eine Kakerlake, die an der Decke entlang krabbelte, den Halt verlor - oder das Gleichgewicht, und plumps, genau in seinen Kaffee fiel. Der Glückliche hatte diesen freudigen Vorfall nicht bemerkt. Während die Kakerlake mit etlichen Versuchen des Strampelns gegen das kommende Ertrinken ankämpfte, nahm mein Küchenchef noch mal einen Schluck von diesen - heute aber wirklich guten Kaffee - und .-....im Hals .... was krabbelt denn da.........    würgend ............. fast schon mit Brechreiz .... sooooo ekelhaft .................. die Kakerlake war nämlich noch nicht ertrunken und versuchte nun, wieder durch strampeln, den kommenden Tod im Schlund des Küchenchefs zu entkommen .......... wurde aber  - ausgelöst durch den schon vorher genannten Brechreiz rausgewürgt und gespuckt .... versuchte dann, als sie merkte sie hat wieder festen Boden unter den Füssen, zu entkommen .... was ihr aber misslang, denn der Schuh von den Küchenchef landete direkt auf ihr und aus war es. Dieser stand nun mit weit aufgerissenen Augen und blanken Entsetzen da und schüttelte sich. Das war ekelhaft, ja fast schon grausam.

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Denken Sie bei diesen Geschichten bitte nicht, das wir Köche immer so sind, nicht immer - aber gelegentlich ;-)