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Kochkurs No 9, der bleibt saftig und zart ... der Schweinsbraten
Willkommen beim Kochkurs No. 9 das
Pendant zum Rinderbraten.
Als ich vor einiger Zeit von einem Kollegen einen Schweinebraten probierte, fiel
mir auf, dass dieser, aus Zeitnot oder was weiß ich auch immer, diesen aus dem
Rücken und wahrscheinlich bei ??? 180 Grad und sicherlich 4 Stunden Garzeit zubereitet hatte. Das Resultat war
dementsprechend trocken und kein Erlebnis.
Traumhaft auch wenn die Gäste das essen und dann noch zufrieden sind .... ??? Wo sind wir gelandet??? Es wäre auch schön, wenn man, der Kollege, mit ein bisschen mehr Respekt und "Wollen" an die Sache rangeht.
Das es anders geht beweißt dieses Rezept. Was Sie allerdings brauchen ist einen Temperaturfühler oder ein Stichthermometer - ist eigentlich das gleiche, damit Sie wissen, wann der Braten fertig ist. ( Es gibt auch solche, die sich digital einstellen lassen und dann piepen, wenn der eingestellte Wert erreicht ist ... solche sind auch genial wenn Sie zuhause Terrinen machen, 59 Grad Kerntemperatur und Top die Ware stimmt!)
Doch welches Fleischstück soll verwendet werden? Ich schlage hier die Nuß - das Schweinsnüßle vor. Zum einen ist es von der Größe her für die angegebene Personenzahl perfekt - es fällt kaum oder gar kein Abfall an ( Abschnitte wie Sehnen etc ) .... Sie können also gleich loslegen. Perfekter Weise können Sie es 24 Stunden vorher marinieren, so das die Gewürze schön in das Fleisch einziehen können.
Zutaten: (für bis zu 4 - 5 Personen)
0,800 kg Schweinsnüßle - Nuß aus der Keule
Salz, Pfeffer a.d. Mühle
etwas Öl
1 TL Senf
eine Prise Kümmel gemahlen
eine Prise Paprika süß
a bisserl Knoblauch
Zubereitungszeit:
flott, denn die Garzeit beträgt max 1 1/2 - 2 Stunden
( Angabe ohne Gewääähr - richtet sich nach dem Gewicht)
Gartemperatur: 130 Grad
Kerntemperatur: 69 Grad
Schritt 1)
Ofen auf 130 Grad vorheizen. Das Nüßle mit den Gewürzen einreiben und einige
Zeit einziehen lassen. Für all diejenigen, die gleich weiter wollen zu Schritt
2.
Schritt 2)
Den Braten in eine feuerfeste Form legen und ab in den Ofen - den
Temperaturfühler schräg in das Fleischstück einstechen, maximal bis zur Mitte.
Schritt 3)
Nun die Ofentüre schließen ;-) und warten.
Schritt 4)
Wenn die Temperatur erreicht ist, ist der Braten fertig. Das war´s.
Raus und ein wenig stehen lassen er zieht noch ein wenig nach und anschneiden.
Schön schön - aber wo ist die Sauce lieber kremerchen.
Ach ja, das hatte ich ganz vergessen.... ;-) die Deutschen und die Sauce. Dieses Rezept ist so wie es ist gut. Möchten Sie eine Sauce:
0,3 l Bratensauce
0,100 g Butterwürfel kalt
1/2 TL Kümmel gemahlen
ein Spritzer Weinbrand
Bratensauce aufkochen, Kümmel dazu, Topf zur Seite und die kalte Butter zugeben
und den Weinbrand zugeben, mit dem Zauberstab schön aufmixen
Merke: je länger Sie mixen desto cremiger wird das Ergebnis, desto mehr
vermischen sich die Aromen und bringen ein Geschmackserlebnis !!! Das
war ein Tipp.
Machen Sie den Test: Probieren Sie die Sauce vor dem mixen, nachdem Sie wenig gemixt haben und nachdem Sie richtig schön lange gemixt haben! Schmecken Sie den Unterschied.
Fertig.
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