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Lagerung & Aufbewahren

 

Bärlauch[Allium ursinum]

auch: Wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen, Waldherre zur Familie der Liliengewächse [Liliaceae]

Merkmale:

Eine ausdauernde 20-30cm hohe Pflanze mit grundständig gestiehlten Blättern. Alle Teile der Pflanze duften stark nach Knoblauch.

Blütezeit:

April-November

Vorkommen:

In fast ganz Europa in Auen und feuchten und schattigen Laubwäldern.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Erntezeitpunkt:

Fortlaufend die jungen und frischen Blätter.

Geschmack:

Nach Knoblauch.

Verwendung:

Bärlauch kann anstelle von Knoblauch und Zwiebeln verwendet werden, da er leichter verträglich ist. Nur roh verwenden. Die Blätter kann man auch roh als Würze auf Butterbrote oder zu Kräuterkäse reichen.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Möglichst frisch verwenden.

Heilwirkung:

Reinigend und entgiftend, Schutzwirkung gegen Aterienverkalkung und normalisiert die Darmflora.

 
 
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Basilikum
[Ocimum basilicum]

auch: Basilienkraut, Basilie, Suppenbasil
zur Familie der Lippenblütler [Labiatae]

Allgemeines:

Die Gattung Ocimum besteht aus über 60 Arten aromatischer Kräuter und Halbsträucher. Basilikum ist eine Gewürz- Honig- und Heilpflanze.

Merkmale:

Ein einjähriges, bis zu 40cm hohes Kraut mit dichtverzweigten Stengeln. Die ganze Pflanze ist behaart und hat einen starken Geruch. Die Blätter sind kreuzgegenständig und herzförmig.

Blütezeit:

Juni-September

Vorkommen:

Ursprünglich beheimatet in den Tropen Afrikas, Asiens und Amerikas. Schon zur Zeit des alten Ägypten wurde Basilikum auch außerhalb der Tropen kultiviert.

verwendete Pflanzenteile:

ausschließlich die Blätter

Erntezeitpunkt:

Fortlaufend die jungen und frischen Blätter.

Geschmack:

Basilikum hat einen kräftigen Geschmack, der möglichst allein verwendet werden soll.

Verwendung:

Für Tomatengerichte, festes oder helles Fleisch, Nudeln, Salate, Kräutersaucen, Fisch, Teigwaren, Suppen, Lamm und Kalb. Möglichst frisch und nur roh verwenden. Sehr oft wird Basilikum auch in der italienischen Küche verwendet. Basilikum wird selten mitgekocht, da sein Aroma rasch verfliegt.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Frisch verwenden, trocknen, einfrieren oder in Olivenöl einlegen.

Heilwirkung:

Beruhigend und wirkt sich günstig auf die Verdauung aus, da krampflösend und appetitanregend. Wirkt auch gegen Gastritis und Darmbeschwerden.

 
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Bohnenkraut [Satureja hortensis]

auch: Wurstkraut
zur Familie der Lippenblütler [Labiatae]

Merkmale:

Bohnenkraut ist eine mehrjährige Pflanze mit einer Höhe von 20-30cm.

Vorkommen:

Stammte ursprünglich aus dem Gebiet des Mittelmeeres bis hin zum Iran.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter und nichtverholzte Teile des Stengels.

Erntezeitpunkt:

Am besten während der Vollblüte, ansonsten fortlaufend.

Geschmack:

stark würzig-pfeffrig und feurig.

Verwendung:

Für Hülsenfrüchte, Schweinefleisch, Eintöpfe, Kartoffelgerichte, Ragouts, Salz- und Essiggurken, Gurkensalat und Kräutersaucen. Es kann mitgekocht oder anstelle von Pfeffer verwendet werden.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Läßt sich gut trocknen.

Heilwirkung:

Positive Wirkung auf den Magen- Darmbereich.

 
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Dill [Anethum graveolens]

zur Familie der Doldengewächse [Umbelliferae]

Allgemeines:

Dill war schon in Ägypten und bei den Völkern der Antike bekannt. Von Karl dem Großen wurde Dill in das Verzeichnis der Heilpflanzen eingereiht, die kultiviert werden müssen.

Merkmale:

Eine einjährige, spärlich beblätterte Pflanze die über einen Meter hoch werden kann. Die Blätter sind schmal, in lineare Abschnitte geteilt und wie der hohe Stengel glatt.

Vorkommen:

In seiner wilden Form vom östlichen Mittelmeergebiet bis nach Indien beheimatet. In Mitteleuropa erst seit dem Spätmittelalter angebaut.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter und die sogenannten Dillkronen (Samen).

Erntezeitpunkt:

Mai-September

Geschmack:

würzig und leicht bitter, aber sehr dominant.

Verwendung:

Würzen mit Dill macht Gerichte schmackhafter und leichter verdaulich. Wird zum Einlegen von Gurken und anderem Gemüse und als Bestandteil von würzigen Salatmarinaden genutzt. Auch für Fisch, Schalen- und Krustentieren, Gurkengerichte, kalte Saucen, Kräuterbutter und gebeiztem Lachs geeignet. Die Dillkronen würzen Einlegegurken. Er wird heute auf großen Flächen für die Nahrungsmittelindustrie kultiviert. Die übriggebliebenen Reste nach der Ernte werden zur Destillation von ätherischen Ölen verwendet.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Dill läßt sich gut einfrieren.

Heilwirkung:

Appetitanregend, behebt Magenverstimmungen, Blähungen und löst Darmkrämpfe, da Dill beruhigend wirkt. Dill hat auch einen großen Anteil an Vitaminen.

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Ingwer [Ginger]

Allgemeines:

Ingwer gehört zu den drei wichtigsten Gewürzen der chinesischen Küche.

Vorkommen:

Hauptsächlich in Ostasien vorkommend. Ursprünglich in den Tropen und Subtropen beheimatet.

verwendete Pflanzenteile:

Die knollige Wurzel, die im Handel geschält, ungeschält oder als Pulver erhältlich ist.

Geschmack:

Würzig scharf und leicht süßlich.

Verwendung:

Zur Geschmacksverbesserung von Backwaren und Konfekten.

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Kerbel [Anthriscus cerefolium]

zur Familie der Doldengewächse [Umbelliferae]

Allgemeines:

Besteht aus 13 Unterarten.

Merkmale:

Ausdauernde Pflanze, die bis zu 60cm hoch werden kann.

Vorkommen:

In Europa und im Orient beheimatet.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Erntezeitpunkt:

vor der Blüte.

Geschmack:

würzig frisch, erinnert an Anis.

Verwendung:

Für Cremesuppen, zartes Gemüse, leichte Saucen, Salate, Suppen und Eiergerichten.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Nicht zum Trocknen oder Einfrieren geeignet, da sich das Aroma leicht verflüchtigt.

Heilwirkung:

Fördert den Stoffwechsel und wirkt blutreinigend.

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Koriander [Coriandrum sativum]

auch: Schwindelkörner, Hochzeitskügelchen, Wanzenkraut
zur Familie der Doldengewächse [Umbelliferae]

Allgemeines:

Koriander ist mit Dill, Kümmel, Anis und Fenchel nahe verwandt.

Merkmale:

Eine einjährige Pflanze, die bis zu 80cm hoch wird. Die Blätter sind fiederschnittig, die oberen mit linealen Abschnitten. Ähnelt äußerlich der Petersilie.

Vorkommen:

Koriander ist eine sehr alte Kulturpflanze, die seit langer Zeit in Indien und im afrikanisch-asiatischen Teil des Mittelmeeres beheimatet ist. In Mitteleuropa wurde er früher hauptsächlich in Franken und Thüringen angebaut.

verwendete Pflanzenteile:

Es werden die reifen Früchte und auch die Blätter genutzt.

Geschmack:

frischer, würziger, starker Eigengeschmack.

Verwendung:

Korinader ist in dem seit 1610 bekannten Destillat "Karmelitergeist" enthalten, deren Hauptbestandteil Melissenspiritus ist. Er wird zur Verbesserung des Geruches, Geschmackes und der Verdaulichkeit schwerer Speisen und eingelegtem Gemüse verwendet. Er wird auch als Brotgewürz und Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen genutzt und ist auch ein Bestandteil von Kräuterlikören. Wird für indische, türkische, thailändische und arabische Gerichte, Gemüsesuppen und Currygerichte verwendet. Eignet sich aber auch gut zum Dekorieren.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

gut zum Trocknen geeignet.

Heilwirkung:

Dient zur Behandlung von Verdauungsstörungen.

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Kresse [Nasturtium officinale]

auch: Bornkers, Wasserkresse, Brunnenkresse, Bachkresse, Wassersenf
zur Familie der Kreuzblütler [Beassicaceare]

Allgemeines:

Besteht aus rund 130, zum Teil weltweit verbreiteten, Unterarten. Die bekannteste Art ist die bis zu 60cm hohe Gartenkresse.

Merkmale:

Eine ausdauernde 10-90cm hohe Pflanze mit gefiederten Laubblättern.

Blütezeit:

Mai-September

Vorkommen:

In ganz Europa an Quellen und Bächen und auch in Quellsümpfen. Tritt in mehreren Sorten als kultivierte Salatpflanze auf.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Erntezeitpunkt:

laufend

Geschmack:

angenehm scharf und leicht rettichartig.

Verwendung:

Die frischen Blätter für Topfen, Eiergerichte, Salate und Cremesuppen. Die Kresse kann auch mitgekocht werden.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Nur frisch und roh verwenden.

Heilwirkung:

Harntreibend, blutreinigend und schleimlösend. Besitzt einen hohen Anteil an Vitamin C und G.

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Liebstöckel [Levisticum officinale]

auch: Maggikraut, Badekraut, Gebärmutterwurzel, Sauerkrautwurzel, Labstockwurzel, Leberstockwurzel
zur Familie der Doldengewächse [Umbelliferae]

Allgemeines:

Es existieren 3 verschiedene Arten, von denen das Gartenliebstöckl das bekannteste ist. Wahrscheinlich stammt es von einer wildwachsenden, iranischen Art ab. Ist eine uralte Heilpflanze, die in der Neuzeit wiederentdeckt wurde.

Merkmale:

Ein ausdauerndes Kraut mit bis zu 1.5m hohen Stengeln. Die Blätter sind doppelt oder dreifach gefiedert.

Blütezeit:

Juni-August

Vorkommen:

Ursprünglich in den Gebirgsgegenden Mittel- und Südeuropas beheimatet.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter und Wurzeln

Erntezeitpunkt:

Mai-Oktober

Geschmack:

sehr intensiv, daher nur vorsichtig verwenden.

Verwendung:

Liebstöckel verleiht Speisen einen guten Geschmack und macht sie leichter verdaulich. Für Gemüsegerichte, Fleischbrühen, Eintöpfe, Omelettes, Rührei, Kartoffelsalat, faschierte Laibchen und Kräuterbutter. Wird auch in der Likörerzeugung verwendet.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

gut zum Einfrieren geeignet.

Heilwirkung:

appetit- und verdauungsfördernd, harntreibend und hilft bei Nieren- und Blasenleiden.

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Lorbeer [Laurus]

zur Familie der Lorbeergewächse

Allgemeines:

Es wird zwischen dem Echten Lorbeerbaum und dem Kanarischen Lorbeer unterschieden.

Merkmale:

Der Echte Lorbeerbaum ist ein bis zu 12m hoher Baum, dessen Blätter getrocknet. als Küchengewürz verwendet werden.

Vorkommen:

Ursprünglich in Kleinasien beheimatet, heute auch im Mittelmeergebiet. Der Kanarische Lorbeer wächst nur auf den Kanarischen Inseln und auf Madeira.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Verwendung:

Zum Würzen von Fleischgerichten, deftigen Suppen und Saucen. Im Altertum bei den Griechen galt der Echte Lorbeer als Zeichen des Sieges und des Ruhmes.

 
Aufbewahrungsmöglichkeiten:

frisch oder getrocknet zu verwenden.

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Löwenzahn [Taraxacum officinale]

auch: Kuhblume, Maiblume, Milchstöckel, Pusteblume, Kellerkraut, Hundzahnkraut, Eierkraut, Pfaffenkraut, Butterblume, Augenmilchkraut, Kuhlattich, Maischöpfl, Wilde Zichorie zur Familie der Korbblütler [Compositae]

 
Allgemeines:

Die Gattung Taraxacum ist sehr veränderlich, meist ungeschlechtliche Vermehrung, d.h. es werden dabei die morphologischen Merkmale der Mutterpflanze übertragen, ab und zu kommt es auch zu Kreuzungen und danach wieder zur ungeschlechtlichen Vermehrung (sog. Apomixis). Dadurch entstehen immer wieder neue Arten.

Merkmale:

Eine 5-50cm hohe Pflanze, deren Blätter in einer dichten Grundrosette vereinigt sind. Die Form der Spreiten ist fiederspaltig und sehr veränderlich.

Blütezeit:

April-Juni

Vorkommen:

In ganz Eurasien verbreitet, er wächst auf nährstoffreichen Böden, auf Wiesen und Wegrändern.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter und Wurzeln.

Erntezeitpunkt:

noch vor der Blüte.

Geschmack:

Die Wurzel schmeckt süßlich und die Blätter leicht bitter.

Verwendung:

Blätter und Wurzeln werden meist als Salat oder für Kräutersuppen verwendet.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

 

Heilwirkung:

Verhindert die Bildung von Gallen- und Harnsteinen, bzw. unterstützt deren Abgang, gegen rheumatische Beschwerden, gegen Darmträgheit und Appetitlosigkeit.

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Majoran [Majorana hortensis]

auch: Gemeiner Dost, Badekraut, Ohrkraut, Müllerkraut, Schusterkraut, Wohlgemutkraut, Costenzkraut, Wurstkraut, Bratenkraut, Mairan, Meiran
zur Familie der Lippenblütler [Labiatae]

 
Allgemeines:

Die Gattung Origanum besteht aus mehr als 30 Arten, teilweise verwildert, die vom Mittelmeer bis nach Indien beheimatet sind. Ursprünglich stammt Majoran aus dem östlichen Mittelmeergebiet.

Merkmale:

Majoran gehört zu den weniger empfindlichen Arten. Er ist wärmeliebend und ausdauernd. Er hat einen verholzten Wurzelstock mit rötlichen, behaarten, vierkantigen und mehr als 50 cm hohen Stengeln. Die Blätter sind gegenständig, kurzgestiehlt und eiförmig.

Blütezeit:

Juli-September

Vorkommen:

Wächst in den gemäßigten Zonen Eurasiens bis zum Himalaja und bis nach Mittelsibieren. Gedeiht auf sonnigen Hängen, trockenen Wiesen und Weiden von der Niederung bis ins Gebirge. Wird heute auch in den kälteren Regionen der nördlichen Halbkugel angebaut und dabei einjährig gehalten.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Erntezeitpunkt:

Mai bis Oktober

Geschmack:

kräftig-aromatisch und würzig.

Verwendung:

Für Salate, Braten, Gulasch, Tomaten-, Schmor- und Kartoffelgerichte und Eintöpfe. Majoran verträgt sich aber nicht mit Oregano. Man unterscheidet zwischen dem gerebelten (nur die Blätter) und dem geschnittenen (Blätter mit Stengel) Majoran. Vorsicht beim gemahlenen Majoran, dieser besitzt nur noch wenig Würzkraft. Wird Majoran über 80 Grad Celsius erwärmt, tritt eine Geruchsveränderung aufgrund seiner schwefelhaltigen Substanzen auf. Frischer Majoran schützt Fett vor zu schnellem Ranzigwerden, aber alter Majoran beschleunigt dagegen diesen Vorgang. Das ideale Gewürz bei fetthaltigen Speisen und daher besonders in Ländern mit fetter Küche gefragt. Läßt sich gut mit Zwiebel und Knoblauch kombinieren. In deftigen Eintöpfen kann er auch mit Bohnenkraut gemischt werden. Allerdings darf Majoran nur kurz mitgekocht werden, da er sonst stark an Geschmack verliert.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Läßt sich gut trocknen oder einfrieren. Die frischen Blätter haben allerdings ein wesentlich kräftigeres Aroma.

Heilwirkung:

Wirkt desinfizierend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, beruhigt Magen und Nerven, löst Krämpfe und lindert Rheuma, hilft auch bei Erkrankungen der Mundhöhle, der oberen Atemwege und bei Hautinfektionen. Majoran war schon der Medizin der Antike und den Arabern bekannt.

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Oregano [Origanum vulgare]

auch: Dost, Wohlgemut, Schmeckata, Badkraut, Zendwehkraut, Schusterkraut, Mutterkraut, Costenz, Badhopfenkraut, Dorant, Spanischer Hopfen, Gemude
zur Familie der Lippenblütler [Lamiaceae]

 
Allgemeines:

Oregano ist die wilde Form des Majorans. Der kleinblättrige Oregano [Origanum microphyllum] ist auf Krete beheimatet und ist eine zierliche, attraktive Variante mit einem milden, erfrischenden Aroma. Der griechische Oregano [origanum heracleoticum], auch als "rigani" bezeichnet, ist eine winterharte Pflanze mit bis zu 25cm Höhe und einem scharfen, starken Geschmack. Mexikanischer Oregano [Lippia graveolens] ist sehr aromatisch und oft Bestandteil von fertigen Gewürzmischungen (Chilipulver oder Chili-con-carne-Gewürz).

Merkmale:

Eine ausdauernde, bis zu 60cm hohe Staude mit vierkantigen, rötlich-braunen Stengeln mit gegenständigen, ovalen und schmal gesägten Blättern. Die gesamte Pflanze duftet aromatisch.

 
Blütezeit:

Juni-September

 
Vorkommen:

In fast ganz Europa in trockenen, warmen Lagen auf steinigen Hängen und Magerwiesen. Ansonsten auch in Nordafrika und Asien. Wird heute vor allem in Spanien, Italien und den USA kultiviert.

 
verwendete Pflanzenteile:

junge Blätter und Triebspitzen

 
Erntezeitpunkt:

Juni-August, während der Blüte

 
Geschmack:

herb-würzig, aromatisch.

 
Verwendung:

Für alle südlichen Gemüse- und Fleischgerichte, wie z.B. Pizzas oder Pastas und Salate, für Kalb- und Schweinefleisch. Pizzaiola heißt eine Sauce aus Tomaten, Knoblauch und Oregano. Aufgrund seines kräftigen Geschmackes wird er oft als Einzelgewürz verwendet, außer in Süditalien, wo er oft in Kombination mit Basilikum und Kapern für Tomatengerichte verwendet wird. Oregano kann bei den Gerichten mitgekocht werden, er verträgt sich aber nicht mit Majoran.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

läßt sich gut einfrieren und behält getrocknet sein Aroma bis zu 1 Jahr.

Heilwirkung:

krampflösend, magenstärkend, hustenstillend, appetitanregend und verdauungsfördernd.

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Glatte Petersilie [Petroselinum crispum] 

auch: Felswurzel, Garteneppichwurzel, Suppenwurzel, Silkwurzel, Kräuterwurzel
zur Familie der Doldengewächse [Umbelliferae]

Allgemeines:

Die Gattung Petroselinum wird von 4 kultivierten Arten gebildet.

Merkmale:

Ein zweijähriges, kahles Kraut mit einer spindelförmigen, fleischigen Wurzel. Im ersten Jahr nur eine grundständige Blattrosette, im zweiten Jahr bis zu 1m hohe, blütentragende Stengel. Die Blätter sind fiederschnittig und die ganze Pflanze duftet aromatisch.

Vorkommen:

Entwickelte sich ursprünglich im Mittelmeergebiet. Wächst in tiefgründigen, nahrhaften Böden, verträgt aber keinen frischen Mist.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter und Stengel

Erntezeitpunkt:

laufend

Geschmack:

Kräftiger, würziger als die Krause Petersilie

Verwendung:

Für Suppen, Schmorgerichte, Eintöpfe, Gemüse, Salate, helle Saucen und Kartoffeln. Vor allem die Stengel können auch längere Zeit im Gericht mitgaren, ansonsten die Blätter erst am Ende der Garzeit darüberstreuen.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

läßt sich sehr gut einfrieren.

Heilwirkung:

Harntreibend, blutreinigend und desinfizierend. Hoher Gehalt an Vitamin C.

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Krause Petersilie

zur Familie der Doldengewächse [Umbiferae]

Merkmale:

Ausdauernde Pflanze mit einer Höhe von 20 bis 30cm.

Vorkommen:

Auf tiefgründigen, nahrhaften Böden, die aber keinen frischen Mist beinhalten.

verwendete Pflanzenteile:

krause Blätter

Erntezeitpunkt:

laufend

Geschmack:

Würzig und leicht bitter, aber nicht so intensiv als die glatte Petersilie.

Verwendung:

Für alle Fleisch- und Fischgerichte, Gemüse und Kartoffeln. Damit sich das Aroma voll entfalten kann, nur kurz mitdünsten oder erst beim Anrichten darüberstreuen. Krause Petersilie eignet sich auch sehr gut zum Dekorieren.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Läßt sich sehr gut einfrieren.

Heilwirkung:

Harntreibend, desinfizierend und blutreinigend. Hoher Gehalt an Vitamin C.

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Pfefferminze [Mentha x piperita]

auch: Hausminze, Englische Minze, Teeminze, Edelminze
zur Familie der Lippenblütler [Labiatae]

Allgemeines:

Die Pfefferminze ist ein Bastard, dessen Herkunft wenig bekannt ist. Sie nimmt unter den Heil- und Ölpflanzen eine wichtige Stellung ein. Für pharmazeutische Produkte wird eine Sorte bevorzugt, die im 18. Jahrhundert in England in der Grafschaft Surrey entstanden ist. Eine andere industriell genutze Art ist die Grüne Minze [Mentha spicata] die ursprünglich in Frankreich und Norditalien beheimatet war. Diese Art wird in Amerika für Kaugummi, Bonbons und Liköre verwendet.

Merkmale:

Ist eine ausdauernde, mehr als 50cm hohe Pflanze. Der Stengel entspringt einem kriechenden Wurzelstock und bildet oberirdische Ausläufer die sich bewurzeln und dadurch die Vermehrung der Pflanze ermöglichen, da sie steril ist und daher keine Samen ausbilden kann. Die Blätter sindkreuzgegenständig, gestiehlt, eiförmig und auf ihnen befinden sich die meisten Öldrüsen der Pflanze.

Blütezeit:

Juni-August

Verwendung:

Für Lammfleisch, Joghurt, Topfen, Süßspeisen, oder als Dekoration für Torten, Desserts, Cocktails und kalter Getränke.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

läßt sich gut trocknen und hält dann verschlossen ca. ein halbes Jahr.

Heilwirkung:

Alle 15 Arten der Minze werden auf der ganzen Welt zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden verwendet. Wirkt krampflösend, desinfizierend, verdauungsfördernd und beruhigend. Hilft bei Verdauungsstörungen und Darmbeschwerden. Das Öl wird in der Mundkosmetik, bei Cremen und Salben oder zum Inhalieren gegen Schnupfen verwendet.

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Rucola [Eruca vesicaria]

auch: Rauke, Ruccola, Senfrauke, Ölrauke
zur Familie der Kreuzblütler [Brassicaceae]

Allgemeines:

Die Rauke ist eine alte Kulturpflanze, die schon im griechischen Altertum bekannt war. Im Mittelalter wurde sie als verdauungsförderndes und harntreibendes Mittel geschätzt.

Merkmale:

Ausdauernde Pflanze mit verkehrt eiförmig gezähnten Blättern. Wenn man sie wachsen läßt, kann sie bis zu 1m hoch werden.

Vorkommen:

Im ganzen Mittelmeergebiet bis nach Afghanistan. In Europa eher selten, obwohl sie sich problemlos züchten läßt. In Polen, Türkei und Teilen Rußlands gibt es die Türkische Rauke [Bunias orientalis] oder orientalische Zackenschote die angenehm scharf nach Rettich schmeckt.

verwendete Pflanzenteile:

junge Blätter und Samen

Erntezeitpunkt:

fortlaufend ab Juni bis Ende Oktober.

Geschmack:

Die Blätter schmecken angenehm scharf bis pikant, leicht senfähnlich. Der scharfe Samen kann wie Senf verwendet werden. Aufgrund ihres starken Geschmackes eher weniger als Einzelgericht geeignet.

Verwendung:

Für Salate oder Rohkostplatten. Die Italiener essen oft Ruccola-Salat mit geriebenen Parmesan und Walnußöl.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

möglichst frisch verwenden.

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Rosmarin [Rosmarinus officinalis]

auch: Brautkraut, Meertau, Weihrauchkraut, Kid
zur Familie der Lippenblütler [Labiatae]

Merkmale:

Immergrüner, bis zu 150cm hoher Halbstrauch mit dicht verzweigten Stengeln. Die Blätter sind klein und kurzgestiehlt mit einer linearen Spreite. Beim Zerreiben beginnen die Blätter stark zu duften.

Vorkommen:

Ist im Mittelmeergebiet auf dem europäischen und afrikanischen Kontinent beheimatet.

verwendete Pflanzenteile:

Es werden nur die Blätter verwendet, die sich beim Trocknen einrollen.

Erntezeitpunkt:

Frühjahr bis Herbst.

Geschmack:

sehr kräftig herb-harzig.

Verwendung:

Für Schmorgerichte mit Lamm, Geflügel, Rind und Wild. Am besten geben die grünen Nadeln ihr Aroma ab, wenn sie eine Zeitlang mitgekocht werden. Auch für die Destillation von ätherischen Ölen für die Erzeugung von Riechstoffen. 100 nach Christus versuchte Archigenes aus Apamea in Syrien als erster Arzt Rosmarinöl zu gewinnen. Dieses ist heute ein wichtiger Bestandteil von Kölnischwasser und anderen Parfumes.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Läßt sich sehr gut trocknen, büßt dabei nichts von seinem Aroma ein.

Heilwirkung:

harntreibend, appetitanregend, regt den Blutkreislauf und das Nervensystem an, verdauungsfördernd, aber bei sehr großen Mengen kommt es zu einer Reizung des Verdauungstraktes und zu Rauschzuständen.

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Echter Salbei [Salvia officinalis]

auch: Gartensalbei, Muskatellerkraut, Schaleiblätter, Griechischer Tee, Zahnsalvei, Schmale Sofie, Königssalbei, Rauchsalbei, Kreuzsalbei, Rauhe Salbe
zur Familie der Lippenblütler [Labiatae]

Allgemeines:

Die Gattung Salvia umfaßt ca. 700 Arten. Sabei wird in Mitteleuropa seit dem 9. Jht. n. Chr. verwendet.

Merkmale:

Salbei ist ein reichverzweigter Halbstrauch und wird bis zu 80cm hoch. Die Blätter sind länglich eiförmig, kreuzgegenständig, mit einer harten graufilzigen Spreite.

Blütezeit:

Mai-September

Vorkommen:

Die Pflanze ist hauptsächlich in den Subtropen und in den Tropen der nördlichen und südlichen Halbkugel beheimatet. Der Echte Salbei stammte ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet. Er wächst an sonnigen Hängen und Kalksteinfelsen.

verwendete Pflanzenteile:

Nur die Blätter.

Erntezeitpunkt:

Frühjahr bis Herbst.

Geschmack:

Sehr intensiv, aber nicht zu lange mitkochen.

Verwendung:

Für Schmorgerichte mit Lamm, Schwein oder Kaninchen, Bohneneintöpfe, Fisch, fettem Geflügel, Kartoffeln und Wild. Die Blätter kann man mitgaren oder frisch verwenden. Echter Salbei wird in der Medizin am häufigsten von allen Arten verwendet. Weiters wird in der Medizin auch noch der Muskateller-Salbei [Salvia sclavea] genutzt. Eine mexikanische Art [Salvia divinorum] ruft Halluzinationen hervor.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Die Blätter besser trocknen als einfrieren.

Heilwirkung:

desinfizierend, schweißhemmend, gegen Verdauungsbeschwerden, Halsschmerzen und Husten.

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Echter Thymian [Thymus vulgaris]

auch: Gartenthymian, Römischer Quendel, Welscher Quendel, Demut, Immenkraut, Suppenkraut, Kuttelkraut, Kudelkraut
zur Familie der Lippenblütler [Labiatae]

Merkmale:

Ist ein stark aromatisch riechender, immergrüner Halbstrauch mit unten verholzten. oder flaumigen Stengeln mit einer Höhe von bis zu 40cm. Die Blätter sind klein und kreuzgegenständig, mit einer linearen, auffallend zurückgerollten Spreite. Sehr kleine Blütenstände und die gesamte Pflanze duftet stark aromatisch.

Blütezeit:

April-September

Vorkommen:

Der Echte Thymian war ursprünglich in Spanien, Portugal, Südfrankreich, an der Westküste und im Süden Italiens und in Griechenland beheimatet. Wächst in Mitteleuropa auf trockenen und sonnigen Standorten und auf felsigen Hängen.

verwendete Pflanzenteile:

Blätter und nichtverholzte Teile der Stengel

Geschmack:

Sehr intensiver Geschmack, leicht harzig.

Verwendung:

Für Fleisch- und Kohlgerichte, Fischterrinen, Tomatengerichte, Schmorgerichte, Suppen, Saucen und Salate. Es reichen kleine Mengen aus, die auch längere Zeit mitgekocht werden können. Das Thymianöl wird auch zur Erzeugung von Zahncremen und Mundwässern verwendet.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Läßt sich gut trocknen, zum Würzen dann fein verreiben.

Heilwirkung:

Bei Erkrankung der oberen Atemwege und bei Keuchhusten. Wirkt krampf-, schleimlösend, fäulniswidrig, fiebersenkend, beruhigend, geruchsmindernd und desinfizierend. Hilft auch bei Asthma, Verdauungsbeschwerden und Halsschmerzen.

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Wacholder [Juniperus communis]

auch: Machandel, Kranewitt, Heidenwacholder, Krammelbeere, Queckholder, Jochhandel, Feuerbaum, Räucherstrauch
zur Familie der Zypressengewächse [Cupressaceae]

Merkmale:

Wacholder ist ein immergrünes Nadelholz in Form eines Strauches oder eines reichverzweigten Baumes. Die Blätter sind nadelförmig, scharf zugespitzt und von einem Ölgang durchzogen. Die Früchte der weiblichen Pflanze reifen 2-3 Jahre, sie sind zunächst grün und später schwarzblau. Die reifen Früchte (Beeren) enthalten ein scharf riechendes ätherisches Öl.

Vorkommen:

Ist auf der ganzen nördlichen Halbkugel, in Europa, Asien und Nordamerika beheimatet, vom Südrand der Arktis bis zum Atlas, Kaukasus und Himalaya. Tritt im Unterwuchs von lichten Wäldern, auf Felsen, Weiden und Mooren von den Niederungen bis ins Gebirge auf.

verwendete Pflanzenteile:

reifen Früchte

Verwendung:

Wacholder ist ein Bestandteil von einigen Kräuterlikören.

Heilwirkung:

Wirkt gegen Erkrankungen der Harnorgane und bei Verdauungsstörungen.

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Zitronenmelisse [Melissa officinalis]

auch: Gartenmelisse, Zitronenkraut, Bienenkraut, Honigblatt, Herztrost, Wanzenkraut, Mutterkraut
zur Familie der Lippenblütler [Labiatae]

Allgemeines:

Die Melisse wurde im 7. Jahrhundert von den Arabern in Spanien eingeführt. Im afrikanischen Teil des Mittelmeeres wird sie schon seit dem Altertum verwendet. Sie gehört zur Gruppe der Honigpflanzen.

Merkmale:

Ein ausdauerndes, bis zu 80cm hohes Kraut. Die Stengel sind vierkantig und dicht beblättert. Die Blätter sind kreuzgegenständig, grob gekerbt, behaart und nach Zitronen duftend.

Blütezeit:

Mai-August

verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Erntezeitpunkt:

Juni-August

Geschmack:

Intensiv nach Zitrone.

Verwendung:

Für Süßspeisen, Obst, Cocktails, Erbsen, Zucchini, Kohlrabi, Fischgerichte, Saucen, Salate, Topen, Wild, Geflügel, Rohkost, Suppen und Kräutermischungen. Nie mitkochen, sondern erst am Ende der Garzeit beigeben. Dient auch zum Aromatisieren von Magenlikören oder kann auch für einen Tee verwendet werden.

Aufbewahrungsmöglichkeiten:

Verliert beim Einfrieren etwas an Aroma.

Heilwirkung:

Beruhigungsmittel, hilft gegen Schlaflosigkeit und Verdauungsstörungen. Ein alkoholischer Auszug der Melisse ist als Karmelitergeist bekannt. Wirkt auch gegen Magen- Darm- und Herzbeschwerden.

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