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Ruccola

Ruccola, auch Rauke genannt, ist eine alte, einjährige Kulturpflanze aus dem Mittelmeergebiet. Bereits vor 2000 Jahren wussten die Römer das würzige Kraut zu schätzen. Ruccola wird heute vor allem in Italien angebaut, doch gedeiht die einjährige Pflanze in warmen, sonnigen Lagen auch bei uns.

Ruccola wird vorwiegend in Mischsalaten verwendet. Etwas weniger bekannt ist er hingegen als Gemüse. Wer aber den angenehm würzigen Geschmack von gedämpftem Ruccola einmal kennen gelernt hat, wird ihn auch in Zukunft nicht mehr missen wollen. Erfreulich deshalb, dass Ruccola jetzt auch bei uns das ganze Jahr hindurch erhältlich ist. Geerntet werden die jungen, etwa fünf Zentimeter langen Triebe, die angenehm nussig, von kräftig bis scharf und oft auch leicht bitter schmecken. Ausgewachsene Blätter werden zäh und schmecken unangenehm bitter. 

Jedoch auch hier gibt es eine Schattenseite. Die Belastung von Nitrat. Die herkömmlich hochgezogenen Blätter zeigten Extremwerte bis zu 8.000 Milligramm je Kilogramm (mg/kg). Der Durchschnittswert lag bei 5.383 mg/kg. Bio-Ruccola war deutlich geringer belastet, die Werte reichten von 500 bis 6.300 mg/kg bei einem mittleren Gehalt von 3285 mg/kg. Damit liegen dennoch auch viele der Bio-Produkte über dem einschlägigen Grenzwert für Freilandsalat von 2.500 mg/kg. Das Umweltinstitut stuft deshalb Ruccola als Lebensmittel ein, das sehr hoch mit Nitrat belastet ist. Aus diesen Grunde sollte der Ruccola nicht zu häufig auf unseren Speiseplan stehen.

Ruccola Salat mit frischen Erdbeeren

250 g Erdbeeren 
4 Schalotten in Ringe 
200 g Feta in kleine Würfel schneiden.
200 g Krabben.
2 Bund Ruccola
etwas Balsamicoessig
Pfeffer aus der Mühle, Salz Zucker

Zubereitung:

Den Salat gründlich in kalten stehendem Wasser waschen. Für das Dressing: Alceto Balsamico mit frisch gemahlenem Pfeffer, Salz, Zucker, einer Knoblauchzehe (gehackt) vermischen, dazu etwas Wasser. Dann nach und nach das Olivenöl mit dem Schneebesen unterrühren. Salate und Zutaten anrichten und mit Dressing versehen. Dazu passt Ciabatta.

Ruccolasauce passt auch super zu Nudeln wie das folgende Rezept zeigt.

Zutaten:

3 große Fleischtomaten; geschält und in Würfel 250 g Ruccola grob gehackt
1 Zwiebel in feine Würfel
1 Knoblauchzehe
100 g Rohschinken in Streifen
4 El. Olivenöl
Salz, Pfeffer
100 g Parmesan; gerieben

Zubereitung

Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin dünsten. Schinken und Tomaten beifügen, würzen und 5 Minuten köcheln lassen. Ruccola in die Sauce geben, nochmals kurz köcheln lassen. Die gekochte, bissfeste Teigwaren mit der Sauce vermischen. Den Käse separat dazu servieren.

Ruccolabutter

Für vier Personen:

200 g Ruccola
200 g Butter
Salz
abgeriebene Zitronenschale
Cayennepfeffer
eventuell Knoblauch wer mag

Den Ruccola waschen, verlesen, wenn nötig, von zu langen Stielen befreien. Die Ruccolablätter sorgfältig abtrocknen, das ist wichtig und klein schneiden. Die Butter mit den Schneebesen des Handrührers schaumig rühren, mit Salz und abgeriebener Zitronenschale und einer Spur Cayennepfeffer würzen. Die Ruccolablätter zufügen und mit der Butter vermischen. Oder alles - die Butter allerdings zuerst - in den Mixer füllen und dort auf langsamer Stufe zu einer leuchtendgrünen Butter verarbeiten. Sieht klasse aus.

Die Butter schmeckt herrlich auf geröstetem Baguette, zu frischen Pellkartoffeln. Wenn Sie nun unter die Butter von Hand geriebenes Weißbrot ohne Rinde geben und alles schön mischen, zu einer Rolle formen, ungefähr 5 Markstück groß, oder jetzt 2 Euro, und kühlen, lässt sich die Ruccolabutter hervorragend zum gratinieren verwenden.

Guten Appetit.

 

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