Es ist an der Zeit ein Ammenmärchen vom Sockel zu stoßen.
In unzähligen Rezepten, die mit Creme Bruleè oder Panna Cotta zu tun haben, steht der folgende Satz:
» Die
Vanilleschote rausnehmen, das Mark auskratzen ... und so weiter«
Wenn nun nach dem Rezept weiter gearbeitet wird, passiert am Schluss unweigerlich das gleiche: Beim Stürzen der Creme, oder beim auslöffeln,
sind die schwarzen Punkte der Vanille alle oben, bzw. alle unten. Was ist passiert?
Das Mark der Vanille hat sich unten abgesetzt, Physik ick hör dir tapsen - ist schwerer als der Rest.
Warum ist dies bei Profiköchen nicht zu finden?
Joh, es wären nicht Profiköche, wenn sie nicht über gewisse Regeln Bescheid wüssten. Da Sahne und Milch Fett enthalten und Fett einer der
besten Aromaträger ist, reicht es vollkommen aus, die Vanilleschote etwas platt zu drücken - z.B. mit einem Topf - und bei diesen Desserts
in der Sahne / Milch ziehen zu lassen.
Wohlgemerkt bei diesen Desserts. Bei einer Bayrischen Creme, einem
Vanillemousse, Vanillesauce etc. sollte das Vanillemark sichtbar sein -
ich finde dort ist es schon fast eine Art Qualitätsmerkmal und
unverzichtbar.
Probieren Sie es aus wenn Sie das nächste Mal eine
Creme brulee oder ein
Panna Cotta machen,
Sie werden die Vanille trotzdem schmecken.
Bis zum nächsten Ma(h)l
ihr kremerchen
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