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Eintöpfe

Thema diesmal Eintöpfe. Nicht die Adventsbäckerei, oder ein Christstollenrezept oder ein schicker Weihnachtsbraten, nein, schlicht und einfach Suppen und Eintöpfe, Rezepte für die Adventsbäckerei habe ich ja schon unter Rezepte. Warum nun Eintöpfe?  Nun es ist die kalte Jahreszeit und  wie schon oft erwähnt begehrt unser Körper langgekochte Speisen die viel Wärme mitbringen. Da kommen die Eintöpfe gerade recht. Mit viel Wintergemüse und hier und da ein wenig Speck, oder Suppenfleisch, bringen sie Kraft und Geschmack mit. Spätestens wenn die Terrine mit der heißen Suppe vor Ihnen steht und sie gemütlich in der warmen Stube sitzen, während es draußen regnet und nieselt, wird sich der lange Kochvorgang lohnen.

Eintöpfe gehören zu den beliebtesten Gerichten, weil sie einfach zu kochen sind und die verschiedenen Zutaten - gleichzeitig in einem Topf gegart - einen besonders aromatischen Geschmack abgeben. Grundlage für Eintopf können sein: Kohl und anderes Gemüse, Kartoffeln, Nudeln, Graupen, Reis, Geräuchertes, Rind-, Schweine-, Kalb- und Hammelfleisch, Wild, Geflügel und Fisch. Hackfleisch und Würstchen werden oft als Einlage reingegeben. Obwohl Eintöpfe problemlos zu kochen sind, verlangen sie doch eine gewisse Sorgfalt bei der Zubereitung. Zuerst kommt meistens die Flüssigkeit und dann die Zutat mit der längsten Garzeit in den Topf. Also fast immer Fleisch. Je nach Länge der Garzeit folgen die anderen Zutaten. Bei Hülsenfruchteintöpfen kommen zuerst die Hülsenfrüchte an die Reihe, da sie eine sehr lange Garzeit haben. Für alle Eintöpfe gilt, dass sie zugedeckt bei schwacher Hitze garen, damit sie nicht verkochen. Man sollte sie auch nicht zu stark würzen, damit der Eigengeschmack nicht überdeckt wird. 

Am Tage vorher zubereitete Eintöpfe sind nach dem Aufwärmen besonders lecker.

Wussten Sie das es früher üblich war, das über den Feuer eine Suppe über viele Stunden kochte und immer wieder etwas hineingetan wurde? 
In China gab es früher eine Hühnersuppe die der werdenden Mutter gegeben wurde. Diese Suppe kochte mindestens 30 Tage und wurde immer wieder mit Wasser aufgefüllt. Nach der Geburt bekam die Mutter die Suppe zu trinken um sich so schneller zu erholen. Es handelte sich hierbei um eine Kraftbrühe. Der Name sagt es schon eine Brühe in der die Kraft ist. Die Kraft der Zutaten war in der Suppe, deshalb auch der Name. 

 

Rezepte zum Infobrief Dezember


Erbsensuppe

Dicke-Bohnen-Suppe

Graupensuppe mit Bohnen und Speck

Linsensuppe


 

Erbsensuppe

Zutaten

  • 750 g Erbsen (getrocknet)

  • 3 Zwiebeln

  • 6 (oder mehr) Porreestangen

  • 2 (oder mehr) Sellerieknollen

  • 200 g durchwachsenen Speck

  • 3 fette Würstchen fette Koteletts

  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Erbsen über Nacht in genügend Wasser einweichen. Nach 2 - 3 Stunden nachschauen, ob das Wasser auch reicht, denn zuviel soll es ja auch nicht sein.

Am nächsten Tag:
Speck klein schneiden und im Topf auslassen, eingeweichte Erbsen mit dem Einweichwasser dazugeben und zum kochen bringen. Vorsicht, früh genug kleiner schalten, sonst schäumt es über. Die vom Knochen gelösten und zu Würfeln geschnittenen Koteletts zufügen. Zwiebeln, Porree und Sellerie werden ebenfalls kleingeschnitten und kommen in den Topf. Sollte nicht alles reinpassen, den Topf so voll wie möglich machen, Deckel drauf, etwas warten und dann den Rest rein. Eine Stunde bei kleiner Flamme kochen und ab und zu umrühren. Nach der Stunde mit Salz und Pfeffer würzen und noch 10 Minuten weiterkochen.

Brühwürfel, Maggi oder Ähnliches gehört nicht in die Suppe, auch kein zusätzliches Fleisch, b.z.w. Würstchen. Das Kotelettfleisch wird sehr zart und sehr gut schmecken. Das Fett von den Koteletts ist verkocht und gibt der Suppe den geschmacklichen Hintergrund.

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Dicke-Bohnen-Suppe

 

Zutaten:

  • 250 g geräucherter Bauchspeck

  • 1 Eßl. Schmalz

  • 1 Zwiebel

  • 1 1/2 Liter Salzwasser

  • 500 g dicke Bohnen

  • 500 g Kartoffeln

  • 1 Zweig frisches Bohnenkraut
    Ersatzweise:

  • 1/2 Teel. getrocknetes, zerriebenes Bohnenkraut

  • 20 g Mehl

  • 1/8 Liter Sahne oder Milch

  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Den Speck mit der in Würfel geschnittenen Zwiebel in Schmalz anbraten. Mit dem Wasser ablöschen und 30 Minuten vorkochen. Danach die Bohnen und die geschälten, gewürfelten Kartoffeln zugeben. Bohnenkraut obenauf legen (den frischen Zweig entfernt man vor dem Servieren, das getrocknete Kraut bleibt in der Suppe).

15 Minuten garen. Danach das in Sahne oder Milch angerührte Mehl einrühren, aufkochen lassen und würzen. Den Speck in große Würfel oder Scheiben schneiden und in der Suppe oder auch gesondert servieren.

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Graupensuppe mit Speck und Gemüse

Zutaten:

  • 1 gr. Stück durchwachsen Speck

  • 2 1/2 Liter Wasser

  • 250 Graupen (mittel)

  • 1 Stange Porree

  • Salz

  • 350-500 g frisches Wintergemüse Lauch Sellerie KarottenBohnen

  • etwas Bohnenkraut

Zubereitung:

Das Fleisch 30 Minuten vorkochen. Die Graupen zugeben und weitere 30 Minuten mitkochen.
Danach die geputzte, in Ringe geschnittene Stange Porree und das kleingeschnittene Gemüse zugeben. Mit Salz und Bohnenkraut würzen und garen, bis alle Zutaten weich sind.

Wenn die Suppe lieber dicklich eingekocht sein soll, dann die Wassermenge auf 2 Liter reduzieren.

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Linsensuppe

  • 250 g  getrocknete Linsen (vorzugsweise kleine Berglinsen)

  •  2 l  Gemüsebrühe

  • 150 g  Sellerie 

  • 150 g  Möhren

  • 150 g  Porree 

  •  4 -6  Brühwürstchen

  • (Majoran) Salz, Pfeffer

  •  glatte Petersilie

Linsen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen und und unter Verwendung des Einweichwassers die Brühe herstellen. Linsen darin  aufkochen, 30 Min. leicht kochen, öfter abschäumen. Sellerie und Möhren schälen und wie auch den  Porree  in sehr feine Streifen schneiden. Alles 10 Min. vor Ende der Garzeit in die Suppe rühren. (Man kann auch alles in einen Dampftopf geben, bis zum Steigen des Ventils erhitzen und dann ohne weitere Energiezufuhr 10 Min. stehen lassen.)

Die Würstchen in 2-3 cm lange Stücke schneiden und (mit den Majoranblättchen) in der Suppe erwärmen. Mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Die Petersilie grob hacken