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Frankreich

Kein Land Europas, wenn nicht sogar der Welt, brachte so viele Spitzenköche hervor wie Frankreich. Auch in Deutschland garantierte einst die französische Küche für absolute Qualität. Während jedoch der Franzose speist, liegt dem Deutschen eher an gutem Essen; und das sollte dem Durchschnittsgeldbeutel preislich angeglichen sein. Ein möglicher Grund, warum nach und nach die Italiener, Jugoslawen und Griechen die Gastronomie-Landschaft so erfolgreich bevölkern konnten (immerhin kochte damals noch jeder in seinem eigenen Topf), während heute hier und da in der jungen deutschen Gastronomie der Hinweis " mediterrane Küche " auftaucht.

Kein Gast weiß letztlich noch so genau, was er da eigentlich auf den Teller bekommt, und das hat die französische Küche nun gewiß nicht verdient, wie natürlich keines der Mittelmeerländer. Die Vielfältigkeit, die aus der französischen Küche hervorgeht, ist beachtlich. Nicht umsonst gibt es den Spruch "Wie Gott in Frankreich".

Das Alsace et Lorraine beherbergt eine sehr bodenständige, herzhafte Küche. Allen voran Choucroute, eine sehr deftige Mahlzeit mit Sauerkraut, Speck, Schweineschulter, Bauchfleisch, Eisbein und Würsten. Aber auch sehr feiner Pasteten kann sich diese Region rühmen. Die Pate de foie gras (Gänseleberpastete), um nur eine der schmackhaften Pasteten zu benennen, wird nirgendwo so fein zubereitet wie im Elsass. Der Flammekueche ist ein Oberbleibsel aus jener Zeit, als das Brot noch selbst gebacken wurde. Traditionell geschah das am Samstag. Da blieb wenig Zeit für ein komplettes Mittagessen und daher reichte man zu einer am Vortag zubereiteten Suppe Flammekueche. Dafür wurde der restliche Brotteig ausgewalzt, mit Sauerrahm bestrichen und Zwiebeln und Speck belegt. Letztlich erinnert die Quiche Lorraine (Lothringer Eier-Sahne-Speck-Torte) an die wechseivolle Geschichte Elsass-Lothringens!

Die Champagne brachte nicht nur jenes edle Getränk gleichen Namens hervor, sondern auch den weltweit gerühmten Ardenner Schinken.

Aus dem Coqnac kommen die berühmten edlen Brände. Hätten Sie gewusst, das die Eichenfässer für die lange Lagerung und Reifung der Coqgnac´s nur aus den Limousinwälder kommen / gemacht werden dürfen? Es existieren strenge Reglements in den Gebieten rund um Fine de Bois. Jedes Jahr startet bei der alt französischen Coqnacfirma Henessy eine Trophy. Nur statt über Bäume zu fahren und oder sich in schlammverschmierten Bermudahosen, mittels ebenso verzierten Landrover´s auf den Weg zu machen, geht es hier um das edle Getränk. Da kommt es schon mal vor, das Kanditaten bei einem Geschmackstest einen Deutschen Weinbrand mit dem Französischen Coqnac verwechseln; was ehrlich gesagt auch nicht einfach ist.

Mit der Herstellung des Camemberts eroberte die Normandie sich einen festen Platz auch in ausländischen Kühlregalen. Lohnenswert ist ein Besuch auf einen der zahlreichen Wochenmärkte. Dort hat man noch die Gelegenheit einen Käse aus Familienbetrieben zu erhaschen. Jedoch auch der Cidre und der Calvados fehlen heutzutage in keinem Supermarkt.

Der Bretone liebt alles, was aus dem Meer kommt, und so ist die Cotriade (Fischsuppe) von keiner Speisekarte wegzudenken.

Von Bordeaux aus gehen die besten Rotweine in die ganze Welt.

Die provencialische Küche zeichnet sich sich nicht nur durch seine Kräuter aus, sondern ist auch reich an Obst und Gemüse.

Schweinefilet mit Roten Zwiebeln in Calvadossahne mit Rotem Pfeffer

Zutaten für 2 Personen

300 g Schweinefilet in Streifen geschnitten
1 Schalotte
1 Rote Zwiebel nicht zu groß
1 Apfel nicht zu groß
etwas Rosa Pfeffer
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 Becher Sahne
4 cl Calvados
etwas Butter

Zubereitung:
Schalotte in feine Würfel schneiden, die Zwiebel in nicht zu feine Streifen schneiden, den Apfel schälen und in Streifen schneiden. Das Schweinefilet in einer Pfanne heiß und schnell anbraten und gleich auf einen Teller geben und bereit halten. Die Butter in die Pfanne geben und die Schalottenwürfel, sowie die Rote Zwiebel andünsten, die Apfelstreifen zugeben und mit den Calvados ablöschen, kurz schwenken und mit der Sahne auffüllen. Den Rosa Pfeffer zugeben und würzen, etwas einkochen lassen. Nun die Schweinefiletstreifen würzen und pfeffern und zu der Sauce geben. Noch einmal kurz aufkochen lassen. Voila. Dazu passen breite Nudeln.

Guten Appetit wünscht

Marita Filipowsky