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Schweden

Wer vor Zwanzig Jahren den langen Weg von Dänemarks Grenze zu Schwedens Hauptstadt antrat und hier und da in ein Wärdshus einkehrte, sah sich zunächst einer Enttäuschung gegenüber.

Keine Spur vom berühmt, berüchtigten Smörgasbord, dafür allerlei verkochte Speisen und zähes Fleisch. Gesüßte Heringssalate oder so eigenartige Zusammenstellungen wie Janssons Frestelse (ähnlich unserem Kartoffel-Gratin mit Anchovis-Filets).

Da griff man doch am besten zu kaltem Roastbeef auf Toast, garniert mit Gemüsesalat und Röstzwiebeln (falls vorhanden)! Auch nichts falsch machen konnte man mit den schwedischen Köttbullar (kleine Hackfleisch-Bällchen mit einer Spur Piment)!

Wer in den Genuss des berühmten Büffet`s kommen wollte, musste natürlich wissen, das es dies nicht überall und natürlich nicht an jedem Tag gab. Fisch, ist ein wesentlicher Bestandteil der schwedischen Küche, aber man findet ebenso gut auch Fleischgerichte.

Einmal in der Woche, so verriet mir eine Ortskundige Dame, kocht die schwedische Hausfrau, Plättar und Ärter med Fläsk. Erbsensuppe mit Pfannkuchen (natürlich getrennt voneinander).

Vor etwa 10-15 Jahren erlebte die schwedische Küche einen enormen Wandel an Qualität und Vielfalt, dennoch konnte sie sich in der Weltrangliste der kulinarischen Genüsse keinen Platz verschaffen, wie man auch ganz schnell feststellt, wenn man in einer Buchhandlung nach einem skandinavischen Kochbuch sucht.

Sicher nicht im Trend, aber immer noch beliebt als Bestandteil eines Büffet's, ist der Graved Lachs!

Zutaten:

1 Lachsfilet mit Haut
20 g Pfefferkörner ca.
10 g Wacholderbeeren
60 g Salz
50 g Zucker
50 ml Öl (falls erhältlich, Traubenkernöl)
2 Bund frischer Dill

Am besten nimmt man 2 Bogen Alu-Folie, verteilt darauf zwei ebenso große Bögen Zellophan. Dann kommt darauf der Lachs mit der Hautseite nach unten. Alle Zutaten (bis auf den Dill), vermischen und zerkleinern. Marinade gleichmäßig auf den Lachs verteilen und mit frisch gehacktem Dill (1 Bund) bestreuen. Lachs nun zunächst ganz fest in Folie und dann in Alu einwickeln, damit der Sud der entsteht, nicht herausläuft. Mindestens 24 Std., wenn möglich 2 Tage, den Fisch in dar Marinade lassen. Dann den Lachs abwaschen, mit frischem Dill bestreuen und fest andrücken.

Dazu schmeckt ein Dip aus Honig, Salz, etwas Gemüsebrühe, Senf, Mayonnaise und Dill, der in Schweden traditionell dazugereicht wird.

Guten Appetit wünscht

Marita Filipowsky