|
«Die
Mäßigkeit ist ein Baum,
dessen Wurzel Genußsamkeit
heißt
und dessen Früchte
Gesundheit
und Zufriedenheit sind.»
Valerius
Maximus
|
Sicherlich kennen Sie
das, da gehen Sie Anfang April in den Supermarkt und
sehen dort schon den ersten Spargel liegen. Ts ts ts. Die
Saison für dieses wunderbare Gemüse ist weit entfernt,
und würde dieser Spargel in dem Einkaufswagen
mitgenommen werden und zuhause gegessen werden,
garantiere ich Ihnen, ein fades Geschmackserlebnis. Es
ist halt noch nicht soweit. Das gleiche wiederholt sich
bei der Erdbeersaison. Schon Wochen, ja fast Monate
vorher gibt es Erdbeeren zu kaufen. Geschmacklich sind
sie den hiesigen Erdbeeren weit unterlegen. Und trotzdem
werden sie gekauft. Haben Sie auch schon festgestellt, dass wenn die eigentliche Erdbeersaison losgeht, man
eigentlich schon fast satt ist? Bei der Wild-,
Pfifferlings-, Feldsalatsaison wiederholt sich gleiches
Spiel.
FRÜHLING
Im Frühling. wenn sich
das Qi (die Kraft) in der Natur hebt, gibt es wieder viel
frisches grünes Gemüse und Kräuter, die nun vermehrt
auf unseren Speisezettel kommen sollten. Sie bringen das
Qi in Bewegung und bauen Blut und Säfte auf.
Der Frühling ist Neuanfang,
und er kommt mit viel Bewegung. Auch unser Körper will!
diese Energie leben und leicht wie der Frühlingswind
sein. Nach dem Winter fühlen wir uns oft träge durch
das viele üppige Essen mit einem hohen Anteil an
tierischem Fett und Eiweiß. Die Erhöhung des
Getreideanteils in der täglichen Ernährung hilft dem
Körper, sich zu reinigen und die Schlacken aus dem
Körper zu schaffen. Besonders Weizen, Dinkel und
Grünkern haben eine gute Wirkung auf die Organe des
Holz-Elementes und helfen, diese zu entgiften und zu
erfrischen.
SOMMER
Im Sommer, wenn die Hitze
zunimmt, brauchen wir mehr Erfrischendes. Der Anteil an
Rohkost, Früchten und Salaten kann erhöht werden.
Leicht säuerliche Kompotte aus Früchten und
Früchtetees schützen den Körper vor zuviel Flüssigkeitsverlust infolge Schwitzens. Gedämpftes und
kurz gedünstetes Gemüse und Getreide bestimmen unsere
Mahlzeiten. Wir essen weniger Fleisch und geben leichten
Fischgerichten den Vorzug.
SPÄTSOMMER
Der Spätsommer, die Zeit
der Ernte bringt uns viel süßes gelbes Gemüse, das
besonders die Organe Milz und Magen harmonisiert.
Reifes Obst, Gemüsesuppen,
Salate, erste Kürbisse und Maiskolben stärken und
erfrischen unseren Organismus. Sie helfen den Körper ins
Gleichgewicht zu bringen, hin zum Wechsel, zu den Yin-Jahreszeiten.
HERBST
Mit dem Herbst kommt die
zeit der Trockenheit. Die erfrischenden, thermisch kalten
Nahrungsmittel des Sommers haben viel Feuchtigkeit in
unseren Körper gebracht, die wieder ausgeschieden werden
sollte. Ansonsten könnte sie sich in Verbindung mit den
erwärmenden Kochmethoden des Winters in
Feuchte-Hitze-Zustände wandeln.
Das Herbstgetreide ist der
Reis, Er hilft uns diese Feuchtigkeit auszuscheiden. An
ein paar Tagen hintereinander nur Rundkorn - Naturreis
(ohne Salz) zu essen, hat sich als gute Reinigungsmethode
bewährt
Die erfrischenden
Nahrungsmittel des Sommers werden nun im Herbst durch
warme ersetzt, und wir aromatisieren wieder mehr mit
erwärmenden Gewürzen. Der scharfe Geschmack des
Metall-Elementes findet sich in vielen weißen Gemüsen,
die jetzt reif sind: Rettich, Blumenkohl, Kohlrabi,
Meerrettich und andere
Sie helfen auch, Staus zu
lösen und die Energie in Bewegung zu halten Außerdem
hat der scharfe Geschmack eine yangisierende Wirkung. Wir
bekommen im Herbst auch wieder Lust auf langgekochte
Suppen und Gemüse.
WINTER
Mit zunehmender Kälte
des Winters haben wir wieder mehr Appetit auf üppige
Mahlzeiten auf Eintöpfe und Aufläufe, auf das Kochen
mit vielen Gewürzen, alles gute Mittel um unseren
Körper zu wärmen und gegen Kälte zu schützen.
Jetzt ist die Zeit der
Lagergemüse, die alle wärmend sind: Knollensellerie,
Kohl/Kabis, Möhren/Karotten, Zwiebeln, Lauch/ Porree.
Das Getreide kann kurz
trocken geröstet werden, um es zu yangisieren. Besonders
gut im Winter sind auch der thermisch warme Hafer und der
Verzehr von Hülsenfrüchten.
Wenn wir uns daran
halten, und jetzt mal ehrlich, wer macht das außer den
Eingeweihten und den Eingefleischten, können wir uns auf
eine normale Versorgung der Vitamine, Mineralien und
Spurenelemente sicher sein. Weiterhin entstehen keine
Mangelerscheinungen, wir bekommen wieder ein Gespür auf
das was unser Körper richtig braucht. Das phantastische
daran ist jedoch die Einsicht, das uns die Natur mit
allen versorgt, was für uns wichtig ist. Zudem ist das
Wissen darüber, wie wirkt sich das denn nun auf meinen
Körper aus, wenn ich dies zu dieser Jahreszeit esse,
genial. Mit diesem Wissen ausgestattet sind wir nicht nur
um einige Grundlegenden Erfahrungen reicher, mehr noch,
wir kommen wieder zu dem Ursprünglichen zurück, wir
hören besser, wir fühlen mehr und ich sage es nochmals,
es fallen Heißhunger Attacken aus, da der Körper bekommt
was er braucht, die Wunschfigur kommt zurück und bleibt,
und das ohne knurrendem Magen.
Es kann so einfach sein,
nehmen wir es an, es ist vor allen Dingen auch Zeit für
dieses Thema.
Vergegenwärtigen wir uns
den Satz: Essen ist der erste Schritt zur
Energieaufnahme.
|